Die Fujara, eine Bass- Obertonflöte aus der Slowakei, wird aus Holunder- oder Pappelholz handgefertigt (Home- Hintergrundmusik und Foto). Über ein kleineres, senkrechtes Blasrohr gelangt der Luftstrom beim Spielen in das lange, dünnwandige Hauptrohr. Ähnlich dem Labium der Blockflöte entsteht der Ton an der oberen Ausblasöffnung. Zur Erzeugung verschiedener Töne befinden sich drei Grifflöcher am unteren Ende der Flöte. Spielt man die Fujara mit Zirkularatmung, entstehen Klangtrauben aus mehreren gleichzeitig zum Grundton erklingenden Obertönen.
Die Bansuri ist eine indische Holz- Querflöte mit traditionell schnell gespielten Melodiewechseln zwischen mehreren Oktaven. Die sehr warme Klangfarbe und die Eigenschaft, Viertel- bis Achtelabstände zwischen zwei Tönen anzuspielen, führt zu einen besonders intensiven Klangwahrnehmung: es ist nicht das Ohr, das den Klang wahrnimmt, sondern es ist der Klang, der den Weg ins Ohr findet (Taoistische Erkenntnis).
Das Didgeridoo, ein von Termiten ausgehöhlter Eukalyptusast bzw. -stamm, wird mit dem Klang Australiens, den Zeremonien der Aborigines, verbunden. Die Ureinwohner erzählen, dass das Didgeridoo (auch Yidaki oder einfach Didge genannt) schon immer - seit Erschaffung der Menschen - gespielt wurde. Nach dem man heute uralte Felszeichnungen mit Darstellung von solchen Blasrohren durch die verwendeten Farbpigmente datieren kann, wird deutlich, dass die Geschichte des Didgeridoos mindestens so alt ist wie die unserer Knochenflöten. Man spielt das Didgeridoo mit zirkularer, sog. Permanentatmung, d.h., während des Einatmens durch die Nase spielt man mit dem Luftvorrat in der Mundhöhle weiter. Tonmodulationen, Rhythmik und Klangveränderungen geschehen durch Stimme, Zunge und Zwerchfelleinsatz. Das Lehrbuch von Günter Müller (s. Didgeridoo- Buch) beinhaltet in sehr ausführlichen Kapiteln die Übungen zum Erlernen dieser Techniken. Wie es klingt, seht und hört ihr bei einem Klick auf den Didgeridoo- Link oben.
Kalimba und Sansula, chromatische oder pentatonische Metallzungen- Instrumente (Metallophone), ursprünglich in Afrika und Indonesien beheimatet, sind in der dort verbreiteten ursprünglichen Bauweise nur bedingt als Melodieinstrumente geeignet. Meine Soloinstrumente sind dagegen Einzelanfertigungen von hiesigen Instrumentenbauern. Sie haben einen wesentlich größeren Tonumfang und besitzen verschiedene Schallöffnungen, die zur Tonmodulation verändert werden können. Jedes Instrument hat sehr individuelle Klangeigenschaften, die immer wieder auf neue faszinieren.
Stimme : Obertongesang, der über den Klangtrauben des chinesischen Gongs schwebt, ist eine Spezialität von G. H. Müller.